Erst war es vielleicht nur ein Geheimtipp (die bleiben aber nie geheim), dann hat Oliver Linke es zum Thema eines »Type Walk« gemacht und gleichzeitig mit einigen seiner Studierenden darüber geforscht. Und jetzt ist es endlich auch als Buch erschienen: Karl Blaschke, ein Münchener Schildermaler.

Alle Fotos: Manuel Kreuzer

 

Blaschkes Schilder sind solide Handwerkskunst, stilistisch liegen sie in ihrer Zeit oder eher etwas rückwärtsgewandt. Die Moderne spielt kaum eine Rolle. Aber über saubere Schriftmalerei kann man viel aus seinen Arbeiten lernen, die er auch selbstbewusst signierte. Und in München ist man sicher schon an vielen Schildern vorbeigelaufen.

Das Buch enhält auch einen Blaschke-Katalog, in dem alle in München aufgespürten Arbeiten enthalten und beschrieben sind. Im Hauptteil werden in einer Art Revue Blaschke-Arbeiten gezeigt. Ein Beitrag befasst sich mit der Person Karl Blaschke (1883 bis 1970, die Firma existiert noch bis 2001). Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Weg vom Schriftenmaler zur Werbetechnik oder dem Handwerk des Schriftenmalers.

 

Das Buch hat Objektcharakter, Umschlag mit breiten Klappen, innen Fälzelbindung und ist ein Querformat, nach oben aufzuschlagen, woran man sich gewöhnen müsste, falls das geht. Von der Bildanmutung sehr voll, sehr üppig, jedoch sehr klar gestaltet und auch gut gedruckt.

Von Asam bis Zrenner
Auf den Spuren des Münchner Schriftenmalers Karl Blaschke
Deutsch und Englisch
180 Seiten mit 344 Abbildungen und 2 Plänen
Edelbroschur
210 x 125 mm
August Dreesbach Verlag, München 2013
ISBN 978-3-944334-08-0
19,80 Euro