Die Drucksachen der tgm seit dem Neustart von 1949 sind jetzt im Stadtarchiv München. Ein Teil der Geschichte der tgm bleibt so erhalten und ist im Archiv nachvollziehbar. Die Sammlung besteht bisher aus jährlichen Mappen von 1949 bis 2020. In diesen befinden sich die Jahresprogramme, Bücher der tgm und sehr viele Einladungen und Einzeldrucksachen. Lange Zeit war es üblich, dass die tgm zu jeder Veranstaltung individuell einlud. Und daraus ergab sich ein Schatz von typografischen Arbeiten. Im Buch »Bücher und Drucksachen der tgm 1949 bis 2019« sind zahlreiche Beispiele daraus abgebildet.

1952 Gestalter: Franz Hottenroth, 1959 Peter Stoiber, 1967 Rudolf Rieger

Die Sammlung wurde von Xaver Erlacher, einst der Chefkorrektor der Süddeutschen Zeitung, begründet und bis 1996 gepflegt. Danach und bis 2020 wurde dies von Rudolf Paulus Gorbach fortgeführt. Am 23. Oktober 2020 hat Gorbach die Sammlung an das Stadtarchiv München übergeben, wo sie Dr. Brigitte Huber in Empfang nahm.

Die tgm, bereits 1890 gegründet, gehört zur Geschichte Münchens. In den 20er und 30er Jahren  von sehr aktiven Mitgliedern betreut oder geleitet, wie Jan Tschichold, Paul Renner, Georg Trump u.a. war und ist sie schon lange einer der wichtigsten Gesellschaften für Typografie.

Leider ist der gesamte Bestand an Drucksachen und Büchern der tgm von 1890 bis 1933 in der Staatsbibliothek München am Ende des 2. Weltkriegs verbrannt. Umso mehr können wir uns über den Bestand ab 1949 freuen. Die tgm wurde bereits 1923 in den Bildungsverband der Buchdruckergewerkschaft integriert. Dieser Verband wurde 1933 zerschlagen. Und erst 1949 gab es die unabhängige Neugründung der tgm.

Ein Besuch im Stadtarchiv München für tgm-Mitglieder ist geplant.

1953 anonym, 2003 Rudolf Paulus Gorbach / Waltraud Hofbauer
1985 Büro Schwaiger-Wischermann, 1987 Gerd D. Popielaty, 1991 Philipp Luidl

Im Stadtarchiv München demnächst zu finden unter:
Sigle DE-1992-GS-TYP-GS.