Der Besuch im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München beginnt unspektakulär, fast sachlich – lange Flure, funktionale Räume, die bereits etwas von der Präzision und Nüchternheit der Kartografie wiedergeben. Und je tiefer man in das Gebäude vordringt, desto stärker verschiebt sich die Wahrnehmung: von der Gegenwart in die Historie. Im Keller jedoch herrscht eine andere Stimmung. Hier lagern sie – schwer, dicht aneinandergereiht und voller Geschichten, die 26 637 Lithographiesteine.
Die bayerischen Flurkarten im Maßstab 1:5000 und 1:2500 wurden auf Solnhofener Kalksteinplatten gezeichnet und im Flachdruck gedruckt. Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts dokumentierte man die grafischen Ergebnisse der Vermessung auf über 26 600 Steinplatten. Sie bilden das Flurkarten-Werk.
Wir freuen uns, dass wir in einer kurzen Führung die Wirkungsstätte von Alois Senefelder besuchen können, denn hier war er 1809 zum ersten Inspektor der Lithographischen Anstalt ernannt worden.
1 Nachmittag
Ort: Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
Alexandrastraße 4
80538 München
10 € für tgm-Mitglieder und Kooperationspartner 12 € für Nicht-Mitglieder
Max. 20 Teilnehmer:innen
Zielgruppe
Alle, die an Typografie, Design, Architektur und Kunst interessiert sind.
Weitere Hinweise
Bei der Veranstaltung wird für unsere Nachberichterstattung fotografiert. Falls Sie nicht auf den Bildern erscheinen möchten, sprechen Sie uns bitte am Anfang der Veranstaltung an.
Team artDate / Monika Lokau, Andreas Sebastian Müller, Helga Schörnig. Das Team artDate entwickelt und organisiert Angebote unter wechselnder Federführung. Diesen Nachmittag initiieren Andreas Sebastian Müller und Helga Schörnig.
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