typographische
zitate
Die Typo­graphie ist die Rhetorik der Schrift.
Reinhard Albers

Typographische
Gesellschaft
München e. V.

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80336 München

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Hybrid-Vortrag

Vom Schrift­zeichen zur KI – die Kunst der Verflachung

Prof. Dr. Sybille Krämer
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig ange­ordnete Zeichen. Diese »Kultur­technik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und bere­chenbar. Wenn Künstliche Intel­ligenz als schrift­fun­dierte Kultur­technik betrachtet wird, treten uner­wartete Aspekte ans Licht.
Philosophin Sybille Krämer

Warum spricht alle Welt davon, dass KI-Chatbots mit uns »reden«, mit uns einen »Dialog führen«? Tatsächlich beruht die Inter­aktion zwischen Menschen und Künst­licher Intel­ligenz auf dem Austausch schrift­licher Zeichen, die von Chatbots weder sprachlich vera­r­beitet noch inhaltlich verstanden werden.

Es lohnt sich daher, die Geschichte der Schrift sowie ihre Funktion und Reichweite in den Blick zu nehmen. Ein Grund­prinzip zieht sich wie ein rotes Band durch die gesamte Zivi­li­sations- und Kultur­ge­schichte: Menschen bringen Zeichen auf Ober­flächen, auf Tontafeln, Papyrus, Papier, Bild­schirmen. Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig ange­ordnete Zeichen. Diese »Kultur­technik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und bere­chenbar.

Computer treiben diese Praxis auf eine neue Stufe: Sie breiten riesige Daten­volumen, die für Menschen Schrift­stücke sind, wie auf einer Ober­fläche aus, durch­suchen sie nach Mustern und erzeugen daraus neue. KI ist als eine Kultur­technik der Schrift zu betrachten.

Was folgt daraus für unseren Umgang mit den neuen Tech­no­logien? Wenn Künstliche Intel­ligenz als schrift­fun­dierte Kultur­technik betrachtet wird, treten uner­wartete Aspekte ans Licht.

Prof. Dr. Sybille Krämer

Bis zum Ruhestand 2018 war Prof. Dr. Dr. h.c. Sybille Krämer Professorin für Philo­sophie an der FU Berlin; jetzt Seni­o­r­pro­fessorin Leuphana Universität Lüneburg. Gast­pro­fessuren an Univer­sitäten in Tokyo, Yale, Santa Barbara, Santiago de Chile, Wien, Zürich. Ehren­pro­motion der Universität Linköping/Schweden. Diverse Fellowships im In- und Ausland. Ehemals Mitglied des Wissen­schaftsrates, des Scientific Panel des European Research Council (Brüssel) und des Senats der Deutschen Forschungs­ge­mein­schaft sowie Permanent Fellow am Wissen­schafts­kolleg zu Berlin.

1 Abend

Dienstag14.7.2026
— von 19.30 bis 21.00 Uhr

Ort: Gasteig HP8
Raum Projektor (Halle E)
Hans-Preißinger-Straße 8
81379 München

0 € tgm-Mitglieder & Kooperationspartner – vor Ort oder Online 9 € Nicht-Mitglieder – Online 6 € Nicht-Mitglieder (ermäßigt*) – Online

Anmelden

9 € Nicht-Mitglieder – vor Ort 6 € Nicht-Mitglieder (ermäßigt*) – vor Ort

Anmelden

Max. 80 Teilnehmer:innen

Verbindliche Anmeldung bis 14. Juli 2026, 15 Uhr.
Mit einer Online-Livestream-Anmeldung ist keine Teilnahme vor Ort möglich.

* Ermäßigt gilt ausschließlich für Nichtmitglieder in Ausbildung oder Studium sowie für Senior·innen, Geflüchtete, Erwerbslose und Personen mit Anspruch auf Grundsicherung.

Weitere Hinweise

Bitte reser­vieren Sie Ihre Karten bis spätestens 15 Uhr am Veran­­­sta­l­tungstag. Tickets für Nicht­­mit­­glieder vor Ort (HP8) nur über München Ticket (MT Anmelden).

Tickets für den Live­stream: Bitte buchen Sie sich Ihre Karte bis spätestens 15 Uhr am Veran­­­­­­­­sta­l­tungstag. Sie erhalten am Veran­­­­­­­­sta­l­tungstag mittags einen Link und Zugangsdaten.

Diese Veran­staltung wurde mit Unter­stützung des Kultur­re­ferats der Landes­hauptstadt München orga­nisiert.

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