typographische
zitate
Typo­graphie ist eine Dienst­leistung. Die Kunst daran ist vor allem die Kunst, von sich selbst einmal absehen zu können, die Disziplin, sich nicht zwischen Autor und Leser zu drängen.
Kurt Weidemann

Typographische
Gesellschaft
München e. V.

Goethe­straße 28 Rgb.
80336 München

info@tgm-online.de
089.7 14 73 33

Expertenvortrag

Typo­grafie für Kunst

Juli Gudehus
Wer künst­lerisch mit Schrift arbeitet, bewegt sich in einem weiten Feld der Möglich­keiten. Was spricht für die eigene Hand­schrift, was für Schreib­ma­schine oder Schablone und was für welche der unüber­sehbar vielen Satz­schriften? Kunst braucht außer­dem Typo­­­­­­­gra­fie, wenn die eige­ne Arbeit via Web­site, Kata­log, Ein­la­dung und News­let­ter kom­mu­­­­ni­ziert wer­den soll. 

Jede Schrift hat ihren eige­nen Cha­rak­ter, erzeugt eine bestimm­te Atmo­­­­sphä­re, eröff­net ein Asso­­­­zia­ti­­­­ons­feld und ver­­­­mit­telt unter­schwel­lig Bot­­­­schaf­ten. Die­se kön­nen für die beab­­­­sich­tig­te Aus­sa­ge und Wir­kung genutzt wer­den – oder aber (un)ge­wollt damit inter­­­­fe­rie­ren. Paul Watz­la­wick sagt: Man kann nicht nicht kom­mu­­­­ni­­­­zie­ren. Das gilt auch und auf ganz eige­ne Wei­se für Schrift. Hier ist also Vor­sicht gebo­ten und Gespür gefragt.

Anhand von Beispielen von Schrift in der Kunst geht es in dem Vortrag um for­ma­le Ver­wan­d­­­­schaf­ten, ver­­­­schie­de­ne Lösun­gen für ver­­­­gleich­ba­re Inhal­te, Über­­le­­gungen zum jeweiligen Kon­tex­t sowie Kom­mu­­­­ni­­­­ka­ti­­­­ons­ab­­­­sich­ten und Aus­­­­wahl­­­­kri­te­ri­en. Daraus erwachsen prak­tische Fra­gen: Wer bie­tet Schrif­ten an? Wo und wie kann ich aus­pro­­­­bie­ren, wie mein Text in einer bestimm­ten Schrift wirkt? Wer ent­wirft mir eine? Auch in der Wahl der Gesta­l­te­rin oder des Gesta­l­ters und in der Zusam­­­­men­a­r­beit mit ihr oder ihm erwei­sen sich typo­­­­­­­gra­­­­fi­sche Grun­d­kennt­­­­nis­se als vorteilhaft.

1 Abend

Donnerstag6.6.2024
— von 18.30 bis 20.00 Uhr

Ort: MUCBOOK CLUBHAUS
CANDY, 3. Stock
Candidplatz 9
81543 München

19 € tgm-Mitglieder und Kooperationspartner 39 € Nicht-Mitglieder

Max. 40 Teilnehmer:innen

Verbindliche Anmeldung bis 16. Mai 2024; Die tgm behält sich vor, den Kurs u.g.U. Online durchzuführen.

Ziel

Sen­­si­­bi­­li­­sie­rung für Schrift. Pro­blem­­be­wuss­t­sein und Urteils­­­fä­hig­keit in typo­­­gra­­fi­schen Fra­gen. »Inkom­­pe­tenz-Kom­­pe­tenz«: die Fähig­keit zu erken­nen, was man nicht (so gut) kann, um gege­­be­­nen­falls Pro­fis hin­­zu­­zu­­zie­hen und deren Arbeit ein­schät­zen zu können.

Zielgruppe

Künst­ler*innen, Kunst-Studierende und -Lehrende; diejenigen, die im Kunst­bereich Desi­gnent­schei­dungen treffen sowie die, die mit und für Künst­ler*innen arbeiten; aber auch Typo­grafie-Inter­es­sierte aus anderen Berufs­feldern

Level

Keine Vorkenntnisse sind notwendig

Weitere Hinweise

Das Kernteam der tgm-Fort­bildung konzipiert und orga­nisiert bundesweit Fort­bil­dungs­an­gebote für die Krea­tiv­branche. Neben dem Kernteam arbeiten wech­selnde Aktiv­team­mit­glieder am Angebot mit. Diese Fort­bil­dungs­maßnahme wird ehren­amtlich von Petra Marth orga­nisiert.

Juli Gudehus

Juli Gudehus

Gestalterin, Autorin, Sammlerin

Ihre Spe­­zia­­li­tät ist das Beson­de­re. Äpfel und Bir­nen zu ver­glei­chen ist ihr täg­­li­ches Brot.  Juli Gudehus gestal­tet, berät, beglei­tet, recher­chie­rt, regt sich auf, regt an, schrei­bt und samm­elt. Sie ler­nt und leh­rt, zäh­lt Erb­sen, zagt, fra­gt, wagt und wun­de­rt sich. Sie lie­bt es, Ver­­bin­­dun­gen her­­zu­s­tel­len zwi­schen Phä­no­­me­nen, Men­schen und Din­gen. Spra­che und All­­tags­­kul­tur sind ergie­bi­ge Quel­len für ihre expe­ri­mentelle, poetische und kluge Arbeit. Sie strah­lt, wenn davon Fun­ken über­­sprin­gen und Men­schen zum Lächeln brin­gen. Bekannt wurde Juli durch ihre »Genesis«. Sowohl dieses Werk als auch ihr 3.000seitiges »Lesikon der visuellen Kommu­ni­kation« wurden schon verschie­dentlich als Desi­gnerbibel bezeichnet. Manche Arbeiten, wie ihr Abreiß­ka­lender »mindestens haltbar bis« sind so verblüffend einfach, dass man eigentlich selbst hätte drauf kommen können.
Julis Credo lautet: »Es ist eine Kunst, am richtigen Ort falsch zu sein«.

juligudehus.net

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