typographische
zitate
Das Buch ist keine Ware, sondern ein Wert.
Gisela Treichler

Typographische
Gesellschaft
München e. V.

Elsenheimerstraße 48
80687 München

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Workshop

Gute Zeichen, Schlechte Zeichen

Juli Gudehus
Pikto­gramme sind gesta­l­terisch gesehen viel­leicht die erstaun­­lichsten Arbeit­stiere überhaupt. Mensch­heits­­­ge­­schichtlich gehören sie zu den ältesten Kultur­leis­tungen. Ohne sie wären wir heute aufge­schmissen
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Pikto­gramme geben uns Orien­tierung, helfen uns bei der Bedienung von Geräten, sind vertraut oder lassen rätseln, sind abstrakt oder ausfor­muliert. Derzeit gewinnen sie erneut an Brisanz, denn kein Interface kommt ohne sie aus – je kleiner sie sein können, desto besser.

Wir Menschen lesen heut­zutage immer weniger, lernen aber, unzählige Bild­zeichen zu verstehen – sei es auf Verkehrs­schildern, Verpa­ckungen oder Bild­schirmen. Jedes von ihnen kommu­niziert einen Sinn­inhalt: Warnung, Gebot, Infor­mation, Identität u.v.m. Im Verlauf dieses Methoden-Workshops mäandern wir durch verschiedene Kulturen, Zeiten und eine Fülle von Aspekten. Was machen Bild­zeichen mit uns, was können wir mit ihnen machen?

Freuen Sie sich auf zwei ebenso intensive wie kurz­weilige Tage: gemeinsame gedankliche und visuelle Spaziergänge im häufigen Wechsel mit beherztem und spontanem Arbeiten – in der Gruppe, zu zweit und einzeln.

2 Tage

Freitag7.6.2024
— von 10.00 bis 17.00 Uhr
Samstag8.6.2024
— von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ort: MUCBOOK CLUBHAUS
CANDY, 3. Stock
Candidplatz 9
81543 München

240 € tgm-Mitglieder und Kooperationspartner 380 € Nicht-Mitglieder

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Max. 12 Teilnehmer:innen

Verbindliche Anmeldung bis 17. Mai 2024

Sie brauchen für die zwei Tage nichts weiter als zwei, drei schwarze Filzstifte: einen feinen und einen sehr dicken, vielleicht noch einen mitteldicken. Außerdem Papier – Format A4. Nicht erforderlich, aber für Sie eventuell als Arbeitsmittel reizvoll: Rechner und/oder Kamera.

Themen

Pikto­gramme als Doppel­agenten zwischen Schrift und Bild

  • Kontext und Kulturkreis

  • »Ich verstehe nur Bahnhof«

  • Abstraktion und Komplexität

  • »Vokabular« und »Grammatik«

  • Umdeutung, Modi­fi­kation und Variation

  • Zeit und Stil

Ziel

Erfri­schende Anre­gungen für Konzeption und Entwurf eigener Bild­zeichen und Bild­zei­chen­fa­milien sowie für den gestal­te­rischen Einsatz bereits exis­tie­render Pikto­gramme. 

Zielgruppe

Gestalter:innen, Kommu­ni­ka­ti­ons­ge­stalter:innen, Designer:innen, Webde­signer:innen, Konzep­tioner und Mita­r­beitende aus Gestal­tungsbüros aber auch Sie – wenn Ihr beruf­licher Alltag Ihnen selten erlaubt, grund­legende Über­le­gungen anzu­stellen und unge­wöhnliche Ansätze auszu­pro­bieren.

Weitere Hinweise

Das Kernteam der tgm-Fort­bildung konzipiert und orga­nisiert bundesweit Fort­bil­dungs­an­gebote für die Krea­tiv­branche. Neben dem Kernteam arbeiten wech­selnde Aktiv­team­mit­glieder am Angebot mit. Diese Fort­bil­dungs­maßnahme wird ehren­amtlich von Petra Marth initiiert und orga­nisiert.

Juli Gudehus

Gestalterin, Autorin, Sammlerin

Ihre Spe­­zia­­li­tät ist das Beson­de­re. Äpfel und Bir­nen zu ver­glei­chen ist ihr täg­­li­ches Brot.  Juli Gudehus gestal­tet, berät, beglei­tet, recher­chie­rt, regt sich auf, regt an, schrei­bt und samm­elt. Sie ler­nt und leh­rt, zäh­lt Erb­sen, zagt, fra­gt, wagt und wun­de­rt sich. Sie lie­bt es, Ver­­bin­­dun­gen her­­zu­s­tel­len zwi­schen Phä­no­­me­nen, Men­schen und Din­gen. Spra­che und All­­tags­­kul­tur sind ergie­bi­ge Quel­len für ihre expe­ri­mentelle, poetische und kluge Arbeit. Sie strah­lt, wenn davon Fun­ken über­­sprin­gen und Men­schen zum Lächeln brin­gen. Bekannt wurde Juli durch ihre »Genesis«. Sowohl dieses Werk als auch ihr 3.000seitiges »Lesikon der visuellen Kommu­ni­kation« wurden schon verschie­dentlich als Desi­gnerbibel bezeichnet. Manche Arbeiten, wie ihr Abreiß­ka­lender »mindestens haltbar bis« sind so verblüffend einfach, dass man eigentlich selbst hätte drauf kommen können.
Julis Credo lautet: »Es ist eine Kunst, am richtigen Ort falsch zu sein«.

juligudehus.net

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Juli Gudehus

Wer künst­lerisch mit Schrift arbeitet, bewegt sich in einem weiten Feld der Möglich­keiten. Was spricht für die eigene Hand­schrift, was für Schreib­ma­schine oder Schablone und was für welche der unüber­sehbar vielen Satz­schriften? Kunst braucht außer­dem Typo­­­­­­­gra­fie, wenn die eige­ne Arbeit via Web­site, Kata­log, Ein­la­dung und News­let­ter kom­mu­­­­ni­ziert wer­den soll. 

Donnerstag6.6.2024
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