Im Jahr 1931 wurde der Bau, entworfen von Architekt Gustav Meyerstein eröffnet und bereits in der Reichsprogromnacht im November 1938 in Brand gesetzt und massiv verwüstet. Holocaust-Überlebende setzten bereits 1947 die Synagoge provisorisch instand. Das Haus wurde wieder ein Ort für religiös-jüdisches Leben in München. Durch den Neubau der Ohel-Jakob-Synagoge im Jahr 2006 war die Synagoge außer Betrieb und verfiel. Durch den intensiven Einsatz von Frau Dr. Rachel Salamander, die in ihrer Jugend die Synagoge besuchte, gelang die originalgetreue Sanierung und Rettung.
Im Rahmen der Führung erhalten wir spannende Einblicke in die Geschichte des Hauses, seine architektonische Bedeutung sowie seine Rolle im jüdischen Leben Münchens. Gemeinsam möchten wir den Ort kennenlernen und dessen Geschichte lebendig werden lassen.
1 Nachmittag
Ort: Jüdisches Museum München
Sankt-Jakobs-Platz 16
80331 München
10 € tgm-Mitglieder und Kooperationspartner 12 € Nicht-Mitglieder
Max. 20 Teilnehmer:innen
Zielgruppe
Alle, die an Typografie, Design, Architektur und Kunst interessiert sind.
Weitere Hinweise
Bei der Veranstaltung wird für unsere Nachberichterstattung fotografiert. Falls Sie nicht auf den Bildern erscheinen möchten, sprechen Sie uns bitte am Anfang der Veranstaltung an.
Team artDate / Monika Lokau, Andreas Sebastian Müller, Helga Schörnig. Das Team artDate entwickelt und organisiert Angebote unter wechselnder Federführung. Diesen Nachmittag initiieren Andreas Sebastian Müller und Helga Schörnig.
Weitere Veranstaltungen, die Sie interessieren könnten
Bewusst gestalten, frei denken
Wo beginnt Verantwortung im Entwurf? Wie lässt sich kulturelles Erbe weiter denken? Wie kann Architektur eine Haltung sichtbar machen, die über den eigenen Kontext hinaus wirkt? Der Vortrag spannt den Bogen von der gestalterischen Intelligenz im Umgang mit Bestehendem über ethische Entscheidungen im Entwurf bis zur Rolle von Architekten.
Barrierefrei publizieren mit InDesign
Inklusion ist von gesellschaftspolitischer Relevanz. Für uns stellt sie ein neues Geschäftsfeld dar, das von Politik und Wirtschaft gefördert wird. Seit Juni 2025 ist barrierefreies Design in vielen Bereichen sogar vorgeschrieben, teilweise auch verpflichtend.
Vom Schriftzeichen zur KI – die Kunst der Verflachung
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig angeordnete Zeichen. Diese »Kulturtechnik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und berechenbar. Wenn Künstliche Intelligenz als schriftfundierte Kulturtechnik betrachtet wird, treten unerwartete Aspekte ans Licht.