Viele städtebauliche und architektonische Entscheidungen der Nachkriegszeit bestimmen noch immer die Gestalt und Nutzung der Münchner Innenstadt – oft, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen.
Ausgehend von ausgewählten Stadträumen wird nachvollzogen, wie die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs die Stadt veränderten und welche städtebaulichen Leitbilder die Nachkriegsjahrzehnte prägten.
An Beispielen wie dem Salvatorplatz, dem Rindermarkt oder dem Jakobsplatz werden unterschiedliche Strategien des Wiederaufbaus sichtbar: Rekonstruktion und Neuplanung, Erinnerung und Modernisierung, Fußgängerstadt und autogerechte Stadt. Der Rundgang vermittelt dabei nicht nur architektur- und stadtgeschichtliche Hintergründe, sondern eröffnet auch einen neuen Blick auf vertraute Orte.
1 Nachmittag
Ort: Eingang des Jakobsklosters
Jakobsplatz
20 € tgm-Mitglieder und Kooperationspartner 30 € Nicht-Mitglieder
Max. 20 Teilnehmer:innen
Zielgruppe
Alle, die an Architektur, Design, Typografie und Stadtgeschichte interessiert sind.
Weitere Hinweise
Die Gebühr beinhaltet die Architekturführung, Headsets werden gestellt.
Bei der Veranstaltung wird für unsere Nachberichterstattung fotografiert. Wer nicht auf den Bildern erscheinen möchte, möge uns bitte zu Beginn der Veranstaltung dazu ansprechen.
Wer mag, geht abschließend mit zum Abendessen in ein nahegelegenes Wirtshaus. Möchten Sie am Abendessen teilnehmen, schreiben Sie an Dr. Hermann Iding
Empfehlenswertes Buch, passend zum Architekturwalk: »50 60 70: Architektur aus drei Jahrzehnten im Münchner Stadtbild«, Alexander Fthenakis, Oliver Heissner, Dölling und Galitz Verlag, 2017
Alexander Fthenakis
Architekt
Alexander Fthenakis lebt und arbeitet n München. Die Projekte seines Büros befassen sich seit dessen Gründung mit dem Bauen im Bestand und der kontextuellen Architektur.
Neben der baulichen Praxis widmet er sich u.A. als Autor der Erforschung und Dokumentation architektonischer und städtebaulicher Phänomene. 2017 veröffentlichte er »50 60 70« die erste umfassende Publikation über Münchner Nachkriegsarchitektur.
Zudem war er in der Lehre und Forschung aktiv: 2007–2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwerfen und Denkmalpflege an der TU München, 2020–2021 als Gastprofessor für experimentelle Wohnstrukturen an der TU München und 2025–2026 als Lehrbeauftragter für Entwerfen an der HFT Stuttgart.
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