typographische
zitate
Gute Schrift, richtige Anordnung – das sind die beiden Pfeiler aller Schriftkunst.
Jan Tschichold

Typographische
Gesellschaft
München e. V.

Goethe­straße 28 Rgb.
80336 München

info@tgm-online.de
089.7 14 73 33

Branche

»Lesbar« in Dortmund

Rudolf Paulus Gorbach
12. Dezember 2016
Lesbarkeit – vor allem im Bereich der Wissens­ver­mittlung und der didak­tischen Typo­grafie – zeigt bisweilen Mängel. Das Spektrum reicht von der Schrift bis zur Typo­grafie. Um diese Mängel zu benennen und die Qualität als Ganzes zu fördern, hat sich eine Initiative gebildet: die Gruppe »Lesbar, Typo­grafie für die Wissens­ver­mittlung«.
FH Dortmund: Design

Um weitere Schritte vorzu­be­reiten, traf sich die Gruppe »Lesbar, Typo­grafie für die Wissens­ver­mittlung« in Dortmund zu Gast bei Sabine an Huef an der Fach­hoch­schule für Gestaltung. Ziel ist gut lesbare Typo­grafie und deren Gestaltung in fast allem, was mit Schrift zu tun hat. Dazu arbeitet die Initiative an einer Bestands­aufnahme und sucht nach Möglich­keiten, gut lesbare Typo­grafie zu zeigen. In Dortmund wurde ein Grund­satz­papier verab­schiedet. Ein Aufsatzband ist in Vorbe­reitung, eine Tagung geplant.

Verschiedene Forschungs­projekte wurden vorge­stellt. Darunter so wichtige und viel disku­tierte Themen wie der Standard zur Lesbarkeit von Albert Jan Pool oder Visual Literacy von Miriam Mayrhofer aus Wien oder die Ergebnisse verschiedener sehr guter Master­a­r­beiten.

Das geplante Buch wird unter anderem Beiträge zur Lesbar­keits­for­schung und zur Funktion von Typo­grafie sowie Beispiele funk­tio­nie­render Typo­grafie und Gestaltung enthalten. Es wird in einem renom­mierten Verlag erscheinen.

Die Initiative »Lesbar« besteht aus Mitgliedern der Typo­gra­phischen Gesell­schaft München (Rudolf Paulus Gorbach), des Forums Typo­graphie (Ulrike Borinski) der Typo­gra­phischen Gesell­schaft Austria (Martin Tiefen­thaler), des St. Galler Zentrums für das Buch (Roland Stieger) sowie Persön­lich­keiten aus Lehre und Forschung verschiedener Hoch­schulen. Stell­ver­tretend seien hier nur einige Namen genannt.

Weitere Blogbeiträge, die Sie interessieren könnten

Verein

Das Ende des tiefen Lesens?

Dr. Hermann Iding

Immer mehr Erwachsene verlieren die Fähigkeit zum konzen­trierten Lesen. Eine aktuelle Studie zeigt: 10,6 Millionen Menschen in Deut­schland verfügen nur noch über eine geringe Lese­kom­petenz. Die tgm reagiert darauf mit dem Projekt »Lese­kom­petenz entwickeln, Demo­kratie stärken« – und bittet um Unter­stützung.

eine junge Erwachsene schaut über den Rand eines Buches in die Kamera
Branche

Wir stecken in einer Lesekrise

Michi Bundscherer

Lange Sätze galten einst als sprachliche Krönung. Heute verstehen 20 Prozent der Deutschen keine komplexen Texte und angehende Lehr­kräfte kennen teilweise Brecht nicht mehr. Das Smartphone und Social Media verschärfen die Krise zusätzlich dramatisch. Was bedeutet das für uns? Zeit, dass Gesell­schaft, Wissen­schaft, Medien und die Typo­grafie Verant­wortung über­nehmen!

Buchbesprechung

Lesen im digitalen Zeitalter

Rudolf Paulus Gorbach

Nein, dieses Buch jammert nicht darüber, dass dank der Computer immer weniger gelesen wird. Ganz im Gegenteil. Das Unbehagen am digitalen Lesen ist unbe­gründet. Der Lite­ra­tur­wis­sen­schaftler Gerhard Lauer geht dem auf den Grund und beginnt gleich mit dem uns Menschen inne­woh­nenden Hunger nach Geschichten.

Buchbesprechung

Bosshards sechs Essays, unver­gessen

Rudolf Paulus Gorbach

Wieder gefunden und gelesen nach 14 Jahren: Denn das Buch hat kaum etwas an Aktu­alität verloren. Hans Rudolf Bosshards sechs Essays zu Typo­grafie, Schrift und Lesbarkeit. Beim Verlag vergriffen, aber im Anti­quariat leicht zu finden. Sechs Essays und damit sechs Argumente für das Buch.

Hand Rudolf Bosshard: Typografie, Schrift, Lesbarkeit
Buchbesprechung

Design für alle – ein neues Stan­dard­werk?

Michi Bundscherer

Wie kann Design nicht nur die Lesbarkeit verbessern, sondern auch gesell­schaftliche Teilhabe fördern? Sabina Sieghart und Rudolf Paulus Gorbach liefern mit »Gutes Design für Leichte Sprache« eine über­zeugende Antwort. Das Studien- und Praxisbuch zeigt mit wissen­schaft­lichem Tiefgang, wie Design und Typo­grafie helfen können, Barrieren abzubauen und Kommu­ni­kation für alle zugänglich zu machen. Was dieses Buch so besonders macht? Wir haben die Print-Ausgabe gelesen.

Design für Leichte Sprache
Event

Die zweite Typo St. Gallen

Rudolf Paulus Gorbach

Wie wichtig der Weissraum für eine gelungene Gestaltung ist, müssen Gestalter wohl häufig ihren Kunden erklären. Jetzt hat die Tÿpo St. Gallen ihn zum Leitthema für die dies­jährige Tagung gemacht.