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In Systemen zu denken und zu arbeiten, schafft neue Perspektiven.
Dr. Martin Lorenz bei seinem tgm-Vortrag

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Buchbesprechung

Geschichte der Infografik

Rudolf Paulus Gorbach
12. April 2020
Während die Geburt der Info­grafik auf das 18. Jahr­hundert geschätzt wird, beginnt moderne Info­grafik in illus­trativen Tafeln in der Zeitung »USA Today« 1982 und in Deut­schland mit der »Focus« 1993. Der umfang­reiche Band »History of Infor­mation Graphics« geht jedoch viel weiter zurück und präsentiert den Plan des Klosters Sankt Gallen von 800.
»History of Information Graphics« von Julius Wiedemann und Sandra Rendgen ist ein monumentales — 3 kg schweres und 460 Seiten starkes – Werk über 1200 Jahre Informationsgrafik.

Mit über 400 Karten, Diagrammen und Zeich­nungen findet man im »History of Infor­mation Graphics« einen wunderbaren Quer­schnitt durch visuelle Wissens­ver­mittlung, die eine gemeinsame Leistung von Karto­grafen, Jour­na­listen, Designern, Statis­tikern und Wissen­schaftlern darstellt.

Allein die Einleitung unter dem Titel »Linie, Farbe, Fläche, Zeichen« gibt schon einen eindrü­ck­lichen Überblick. Das Buch ist drei­sprachig und somit dreifach illus­triert, denn die Texte in jeder Sprache begleiten andere, neue Bilder. David Rumsey, Michael Friendly, Michael Stoll und Scott Klein präsen­tieren ihre beispiellosen histo­rischen Samm­lungen. Man sieht hier mittel­al­terliche Manu­skripte bis farbige Druck­grafiken, Perga­men­t­rollen oder Pracht­at­lanten, hand­gemalte Diagramme und digitale Daten­karten. 

Für Lehrende ist das Werk eine ganz groß­artige Gallerie an Beispielen, die man nirgendwo sonst in dieser Dichte treffen kann.

History of Information Graphics
Sandra Rendgen, Julius Wiedemann (Hrsg.)
Mehrsprachig: Deutsch, Englisch, Französisch
462 Seiten
Hardcover mit 6 Ausklappseiten
24,6 × 37,2 cm
Taschen Verlag Köln 2019
ISBN 978-3-8365-6767-1
50 Euro