Vortrag von Max Bollwage »Wie kam es eigentlich zur Grotesk?« und Ausstellungseröffnung »Die schönsten deutschen Bücher«



Samstag, 3. Dezember 2011
Vortrag 11 Uhr, ab 10 Uhr können die Bücher angeschaut werden.
Alle Bücher liegen frei aus.
Universitätsbibliothek Stuttgart
Holzgartenstraße 16
Eintritt frei

Die Entstehung der serifenlosen Schriften ist in den Lehr- und Geschichtsbüchern meistens sehr unklar, oft sogar falsch dargestellt. Die Namen Grotesk und Egyptienne werden nur ungenügend erklärt und das spärliche Bildmaterial ist in fast allen Büchern dasselbe. Die Autoren beschränken sich auf die Entwicklung der Druckschrift und berücksichtigen nicht das reiche Schriftgeschehen außerhalb der schwarzen Kunst. Aber gerade bei den Bildhauern, Schildermalern und Lithografen, für die die Entwicklung neuer Formen nicht mit so hohen Kosten verbunden war, wie in den Schriftgießereien, spielten sich die Veränderungen zuerst ab. Da die Entwicklung serifenloser Schriften in Deutschland durch die Vorherrschaft der Fraktur verzögert wurde, stützt sich der Vortrag zum Teil auf die Forschungen von James Mosley, dem ehemaligen Leiter der St. Bride Printing Library in London.

Max Bollwage ist Grafikdesigner, Typograf und Kalligraf. Studium in Hildesheim, Hannover und Wiesbaden. Atelierleiter und Artdirektor in einer Werbeagentur, einem Pharmakonzern und Chefdesigner in Buch- und Zeitschriftenverlagen. Eigenes Designbüro in Stuttgart. Auszeichnungen im In- und Ausland. Lehrbeauftragter an verschiedenen Fachhochschulen. Bücher und Aufsätze, Vorträge und Gastvorlesungen über Design und Schrift.

Veranstalter
Forum Typografie Arbeitskreis
Baden-Württemberg
c/o Christoph Dohse
Planie 1
72764 Reutlingen
Telefon (0 7121) 4 74 93
Fax (0 7121) 4 56 49
christoph.dohse@t-online.de
und
Universitätsbibliothek Stuttgart

Eine Veranstaltung im Rahmen der Stuttgarter Buchwochen