Unser Gast im Dezember: Amy Jean Hamilton


For more than ten years Amy Jean Hamilton has founded and led visionary platforms to develop and grow leaders, entrepreneurs and talents within the creative field.

Amy is former head of school at Designhøjskolen Højer, which she started with the school’s first team in 2018. For almost three years before that, she was head of Idéakademiet with the focus on developing entrepreneurial growth in Southern Jutland. Here she facilitated and inspired entrepreneurs within business design, design thinking, leadership and growth.

Amy
Amy

Amy is also co-founder of the project-school in Copenhagen, Projektakademiet, now in its tenth year. In spring 2019 she co-facilitated the founding of the cooperative consultancy, Emerging, and now has the position as co-creating, strategic leadership consultant.

Within Emerging she has been the project-leader and lead-facilitator at the 2019 leadership conference for 300 directors of Sydbank, one of Denmarks largest banks. She was also the lead-facilitator for the Global Marketing Department at Ecco, running a day of design-processes with the systemic theory and appreciative inquiry as the baseline.

Currently Amy is part of the creation of the new school on the danish island, Bornholm. The school, DEMO, will reach out to young leaders and is supported by Foreningen Folkemødet, the Danish festival of politics and democracy and Amy will be hosting the learning space as head of school, from the new year. 

Among Amy’s specialities are sustainable and transformative leadership, large group processes as well as shaping and containing strong concepts within leadership and learning. 

Amy’s educational background lies with the alternative business school, Kaospilot 2007-2009. Since she is certified systemic project-leader at Rambøll Management and has a master with the one-year program, Evocative Leadership Mastery, Ehama Inst.

Mit Wörtern umgehen


Text: Rudolf Paulus Gorbach

Anhand eines Satzes von Franz Kafka erklärte Sonja Knecht Text: Genauigkeit, exakte Abfolge der Wörter, Schönheit, die dadurch entsteht. So in einem sehr anregenden Vortrag vor der tgm im Juni 2019. Wer Texte schreiben will muss lesen, lesen, lesen. Und wie man anhand des sehr verbreiteten Wortes „Scheiße“ einen Teil der Welt erklären kann (und wie viele andere Wörter es für das Gemeinte gäbe), wurde an diesem Abend auch klar.

Sonja Knechts Basis des Vortrags ist nachzulesen in der Nr. 17 von Onepage, einer Kreuzung zwischen Magazin und Plakat, herausgegeben von Doris Büchel in Lichtenstein. Onepage könnte man auch als den Versuch sehen, lange Texte im Plakat zu lesen. Historisch war das einmal etwas sehr Sinnvolles, nämlich bei der Wandzeitung. Doch dieses anstrengende Lesen, womöglich in gebückter und stehender Haltung tut sich heute wahrscheinlich niemand mehr an. Onepage ist eine sehr sorgfältig gestaltete Posterreihe, gefalzt auf DIN A4. Das Lesen ist aber auch am Tisch komplizierter als beispielsweise im Buch.

Sonja Knecht: Text, Sex, Scheiße 3.0 Vortrag am 4.6.2019 im Gasteig (Black Box)

In der Folge von Onepage finden sich Ausgaben zu Themen und von Gestaltern gestaltet.

Übrigens war im Vorprogramm des erwähnten Vortrags auch eine sehr interessante Schriftvorstellung. Sebastian Schmitt stellte seine »Eugéne« vor, die sich mannigfaltig auf historische Schriften bezieht, ohne sie zu imitieren. Für die tgm wäre es sicher im Sinne der vielen Mitglieder und Interessenten gut, wenn über interessante Vorträge auch im Blog wieder berichtet würde. Das dürfte gerne auch kritisch sein, je nach dem.

Onepage N°17: Text, Sex, Scheiße
Sonja Knecht
Wie umgehen mit Wörtern?
Gestaltung und Fotos von Martin Tiefenthaler
Plakat DIN A1, gefalzt auf 280×198 mm
13,50 CHF (inklusive Versand)
www.onepage.li

Andere Ausgaben wurden u.a. von Jost Hochuli, TGG Hafen Senn Stieger gestaltet.

Text: Rudolf Paulus Gorbach
Fotos: Michael Bundscherer, Rudolf Paulus Gorbach