… oder in Design baden… Wie auch immer: Die Besuche der Depots der Neuen Sammlung – das größte Design-Museum der Welt! – in den »Katakomben« der Münchner Pinakothek der Moderne waren traumhaft und kurzweilig. Wegen der großen Nachfrage konnte die tgm nämlich gleich an zwei Abenden durch die enormen Schätze des Museums streifen.

Am einen Tag führte Florian Hufnagel, Museumsdirektor, am anderen Tag Corinna Rösner, stellvertretende Leiterin, in Begleitung von Kurator und weiteren Kolleginnen, wobei das Verb »führen« zu steif und wenig emotional klingt, denn (der Autor erlebte Frau Rösner) die Leidenschaft an den schönen Dingen des Alltags sprudelte nur so heraus und die liebevolle Beziehung zu den Sammlungsobjekten war spürbar. Bereichernd war auch der Einblick hinter die Kulissen der Pinkothek mit dem Erleben der Anlieferung eines Gemäldes, aber auch das Gespräch mit den beiden Restauratoren der Sammlung. Und dann ging es zwischen die mit Sesam-öffne-Dich-Lochblechschiebtüren behüteten Regale, wo die Bohrmaschinen, Fotoapparate, Becher, Teller, Zahnbürsten, Plattenspieler, Rechner, Skistiefel und vieles, vieles mehr auf das Verschlingen mit den Augen stolz präsentiert warteten, um wenigstens für ein paar Minuten behutsam aus der Stille ihres Depotdaseins gerissen zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Catherine Avak