Ist das Mode oder kann das weg?

Wir »feierten« den 40. Geburtstag der deutschen Vogue in der Villa Stuck zusammen mit Museumsleiter und Kurator Michael Buhrs, der uns durch die Ausstellung führte. 

Karl Lagerfeld ist ein ganzer Raum gewidmet, der sehr persönlich von Christiane Arp gestaltet wurde und eine mit Keramikblüten und Pailetten bestickte Haute-Couture-Robe zeigt, die Karl Lagerfeld kurz vor seinem Tod für Chanel entworfen hat.

Im ersten Raum, dem ursprünglichen Atelier von Franz Stuck, werden wir in den Kosmos Vogue eingeführt. Im nächsten Raum erleben wir, wie die Cover-Motive aus 40 Jahren, auf Stoff geplottet, plötzlich dreidimensional werden und zu Selfies einladen. Auf­fällig ist die Typografie der Ausstellung, die scheinbar selbst­verständlich mit der vor­gegebenen Innenraum­gestaltung verschmilzt, was besonders beim Raum mit dem geschichtlichen Abriss auffällt.

Der Zukunftsraum (What’s next?) wird von der Kunstuniversität Linz betreut und ist mein persönliches Highlight. Die Studentin Miriam Eichinger erforscht die Herstellung von Garnen aus Bakterienzellulose. Ihre Kommilitonin Belinda Winkler hat eine Maschine entwickelt, die Garne zu dreidimensionalen Formen wickelt. Per Newsletter werden wir informiert, wann die Studierenden anwesend sind, um ihre Projekte vorzustellen. Wir werden dabei sein und neugierig erfahren, wie die Stoffe der Zukunft entstehen könnten.

Text: Helga Schörnig
Foto: Andreas Sebastian Müller