Das Schwarzdenker-Fest am 13. März 2020


An einem Freitag, dem 13., kurz bevor  die Ausgangsbeschränkungen wirksam wurden, war der „Geburtstermin“ des neuen Magazins Schwarzdenker, konzipiert und realisiert von Victoria Sarapina. Es nimmt sich die oft gar nicht so rosigen Bedingungen zum Thema, die der Berufstand der Kreativen so zu meistern hat. Über den Inhalt zu schreiben, wäre ein eigenes Thema. Schon alleine die Liste der prominenten Autoren ist beachtlich: Der bereits verstorbene Kurt Weidemann mit einem nachgelassenen Text, Prof. Olaf Leu, Dr. Hans Jürgen Escherle, Jost Hochuli und Herbert Lechner, um mit viel Mut zur Lücke nur fünf zu nennen. Wenn man das Heft in der Hand hat, merkt man, was gedruckte Medien alles an Vorzügen bietet: Schwarzer Umschlag, schwarzer Farbschnitt, sehr angenehme Haptik von Umschlag und Innenpapier, es blättert sich gut! Das Layout gut lesbar und vor allem gut gegliedert und ohne bemüht kreative Anwandlungen, aber voll mit liebevollen Details. Die gewählte Textschrift Fleischmann bringt neben ihrer guten Lesbarkeit auch das Quentchen Ausdruck und Individualität mit, das das Auge erfreut und bei allzu gebräuchlichen Schriften vermisst.

Der Abend selbst fand nicht wie angekündigt in der Designschule München, sondern rasch improvisiert in den Räumen der SBS Systemberatung in der Blutenburgstraße statt: In einem der Situation geschuldeten, etwas vermindertem Umfang wurde eifrig sich mit Ellbogen begrüßt (was man damals noch durfte). Extra gekommen waren die bereits erwähnten Olaf Leu und Hans Jürgen Escherle, die nach Begrüßung und Vorstellung des Heftes durch Herausgeberin Victoria Sarapina  über Achsenzeit (Karl Jaspers) und Gespenster (Karl Marx) sprachen, und dabei viel Substanz boten, mehr als an so einem Fest zu erwarten wäre.

Allen Anwesenden, zum Großteil am Heft Beteiligte, merkte man die Begeisterung für das fertige Produkt an. Von der (kleinen) Auflage von 500 Stück sind noch Exemplare über www.schwarzdenker.com zu erwerben. Des öfteren wurde in den angeregten Gesprächen der Wunsch geäussert, der Einzelausgabe weitere Ausgaben folgen zu lassen – man darf gespannt sein, was passiert.

Text: Michael Lang
Fotos: Peer Koop und Victoria Sarapina


Unser Gast im Dezember: Amy Jean Hamilton


For more than ten years Amy Jean Hamilton has founded and led visionary platforms to develop and grow leaders, entrepreneurs and talents within the creative field.

Amy is former head of school at Designhøjskolen Højer, which she started with the school’s first team in 2018. For almost three years before that, she was head of Idéakademiet with the focus on developing entrepreneurial growth in Southern Jutland. Here she facilitated and inspired entrepreneurs within business design, design thinking, leadership and growth.

Amy
Amy

Amy is also co-founder of the project-school in Copenhagen, Projektakademiet, now in its tenth year. In spring 2019 she co-facilitated the founding of the cooperative consultancy, Emerging, and now has the position as co-creating, strategic leadership consultant.

Within Emerging she has been the project-leader and lead-facilitator at the 2019 leadership conference for 300 directors of Sydbank, one of Denmarks largest banks. She was also the lead-facilitator for the Global Marketing Department at Ecco, running a day of design-processes with the systemic theory and appreciative inquiry as the baseline.

Currently Amy is part of the creation of the new school on the danish island, Bornholm. The school, DEMO, will reach out to young leaders and is supported by Foreningen Folkemødet, the Danish festival of politics and democracy and Amy will be hosting the learning space as head of school, from the new year. 

Among Amy’s specialities are sustainable and transformative leadership, large group processes as well as shaping and containing strong concepts within leadership and learning. 

Amy’s educational background lies with the alternative business school, Kaospilot 2007-2009. Since she is certified systemic project-leader at Rambøll Management and has a master with the one-year program, Evocative Leadership Mastery, Ehama Inst.

Paul Renner – Buchgestalter, Typograph, Maler. Einblicke in der Universalbibliothek der LMU.


Seine bahnbrechende Schriftschöpfung Futura kennen wir. Sein Werk als Buchgestalter, Maler oder politisch handelnder Zeitgenosse in Zeiten von Bauhaus und Nationalsozialismus kann man jetzt kennenlernen: Universaltalent Paul Renner und seine Arbeiten in seiner Zeit.

Noch bis zum 26. April 2019 ist dieses Ausstellungsprojekt von Studierenden des Instituts für Deutsche Philologie zu sehen (Ausleihhalle Universalbibliothek LMU München, Geschwister Scholl Platz 1, Mo-Fr 9 – 22 Uhr).

Ein Abend zu Ehren von Philipp Luidl


Philipp Luidl war Fachautor, typografischer Gestalter und Lyriker und auch langjährig im Vorstand der tgm aktiv.

In Verbindung mit der Verkaufsausstellung
»Zeitgenössische Buchkunst im Lyrikkabinett« vom 11. bis 13. November 2016
findet am Dienstag, den 22. November 2016, um 20 Uhr ein Abend zu Ehren
von Philipp Luidl statt.
Der Abend beleuchtet drei wesentliche Aspekte seines Lebens und Schaffens
als Typograf (ein Vortrag), als Lyriker (die Rezitation einiger Gedichte) und als Gestalter (eine Ausstellung).

… das habt Ihr verpasst!


Ende Oktober fand der Seminar-Workshop »Das Moodboard« statt. An dieser Stelle zeigen wir hier ein paar Fotos und lassen einige Teilnehmer zu Wort kommen. Wir freuen uns über eine derart positive Resonanz und hoffen, dass wir auch in 2016 immer wieder über einzelne Seminare berichten können.

»In the mood«
Mit zauberhafter Leichtigkeit vermittelten Veronika Hagl und Bernhard Stein, dass Moodboards visuelle Entscheidungshilfen sind, die dazu dienen, die gestalterische Linie eines Projektes zu definieren. Das Spektrum der beiden reichte dabei von internen »Sammlungen« bis hin zu Moodboards für externe Auftraggeber, die durch das Zusammenspiel von Bild, Farbe und Schrift die Richtung des Entwurfs und dessen Grundstimmung zeigen. Wunderbar waren die locker-heitere Atmosphäre, die detaillierte Zeitplanung, die gut aufbereitete Wissensvermittlung sowie das konstruktive Feedback zur praktischen Arbeit in Kleingruppen. Nach diesem Seminar sind wir in der richtigen Stimmung, um selbst mit Moodboards zu arbeiten. Danke!
G.B.

»Ein inspirierendes Wochenende mit tollen Eindrücken und großartigen Lehrern. Der gelungene Workshop fordert dazu auf die erarbeiteten Inhalte beim eigenen Auftraggeber anzuwenden und umzusetzen und durch kreatives Brainstorming auf neue Ideen und Lösungen zu kommen.«
Yasmin Karim

»Seiten rascheln, Textmarker leuchten, Gedankengebilde schweben wie Hologramme unter der Jugendstil-Glaskuppel – wir befinden uns auf Exkursion mit den 10 TeilnehmerInnen des 2-tägigen Moodboard Seminars von Bernard Stein und Veronika Hagl. Der mittägliche Streifzug durch die medizinische Lesehalle der Ludwig-Maximilians-Universität am Beethovenplatz legt das Fundament für den Moodboard-Workshop. Die Aufgabe: Für die stimmungsvollen Räumlichkeiten des Bibliotheksgebäudes soll ein Gastronomie- und Veranstaltungskonzept entwickelt und mittels Moodboard in Bild, Text und Farbe übersetzt werden. Zurück im Seminarraum füttern fundierte Kurzvorträge der Dozenten den Kopf und in den launigen Zwischenpräsentationen der 3 Arbeitsgruppen kommt auch der gedankliche und persönliche Austausch der (sogar aus Hessen und Baden-Württemberg angereisten) Teilnehmer nicht zu kurz.
Am späten Sonntag Nachmittag präsentieren alle Gruppen ihre Ideen: Natürlich, frisch und der Gesundheit verpflichtet – gemeinsames Abendbrot als kommunikativer Abschluß des Studientages – kontrastreiches Programm mit Saloncharakter – die in den 3 Moodboards konzentrierten Stimmungen zeigen eine intensive Auseinandersetzung mit den erarbeiteten Konzepten und bieten eine einzigartige Gesprächsgrundlage dafür, wie die Gastro- und Veranstaltungs-Nutzung aussehen könnte.
Für das gut organisierte, fachlich spannende und gruppendynamisch fein abgeschmeckte Seminar ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam der tgm und die Referenten Bernard Stein und Veronika Hagl.«
Christine Schell

»War ja ein wirklich tolles Wochenende. Vor allem der interessante und liebenswürdige Herr Stein war mit seiner ruhigen und fürsorglichen Art ja mal eine richtige Wohltat in unseren hektischen Zeiten !!
Vielleicht kann man ihn ja noch für andere Kreativworkshops gewinnen, fände ich echt klasse.«
H.S.