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Reise
Jerusalem und Tel Aviv: Geschichte wird gemacht
Abflug: 27. Dezember 2010,
ab München 10.30 Uhr
Gegensätze ziehen sich an. Was beim Verlieben sehr gut gehen kann
und in Beziehungen unendlich viel Arbeit erfordert, bedarf am kulturellpolitisch-
religösem Kulminationspunkt Jerusalem erst einmal eines:
großer Gelassenheit. »Willkommen in der Hauptstadt der Verrückten!«
meint denn auch augenzwinkernd Ittai Joseph Tamari, der uns auf
dieser Reise begleiten wird. Diese Gleichzeitgkeit von Allem, diese
Verdichtung
der Weltprobleme in ihren Extremen auf ein paar Quadratkilometer,
ist mit den Händen greifbar, überall in komplexen Grenzen
in den Straßen wie in den Köpfen zu spüren und bis in die Gerüche präsent.
Schon als Beobachter ist man unweigerlich Teil der Stimmungen
und irgendwie Partei ...
Erst die Entfernung von Jerusalem – eine kleine Tour nach Qumran
und ans Tote Meer – und mehr noch der Wechsel nach Tel Aviv im zweiten
Teil der Reise machen den Blick frei auf das zuvor Erlebte. Dabei
wird deutlich, welch magnetische Wirkung dieser Sehnsuchtsort Jerusalem
hat, und warum es so viele Menschen gibt, die dorthin immer
wieder zurückkehren. Und dann doch wieder den Abstand suchen. In
Tel Aviv zum Beispiel, wo die gleichen gesellschaftlichen Gruppen ganz
anders zusammen leben: offener, freier, und auch: selbstbewusst und
ziemlich lässig.
Wir werden bei dieser Studienreise versuchen, hinter das schlagzeilen- trächtige Bild vom Nahen Osten zu gucken, der faszinierende Fülle an
kulturellen Schätzen aus allen Epochen unserer Zivilisation nachgehen,
dem vielgestaltigen Heute zwischen Minirock und Schwarzfrommen
auf die Schliche zu kommen, und insbesondere immer wieder Menschen
und Unternehmen kennen lernen, die gestalterisch und kommunikativ
in diesen Zusammenhängen arbeiten und leben.
Der Besuch Israels ist auch eine Art Antwort auf die TGM-Reise
nach Armenien im November letzten Jahres – beide Länder liegen mit
sehr unterschiedlichen Geschichten am Schnittpunkt zwischen Orient
und Okzident.
Was haben wir vor – das
Programm in Ausschnitten
Ankunft auf dem Ben Gurion Flughafen
in Tel Aviv am Nachmittag.
Auf dem Weg nach Jerusalem
ankommen in Israel – im kleinen
Ort der »Wegelagerer« Abu Gosh
bei »Aku Schukri« den besten
Humus des Dorfes und wahrscheinlich
weit darüber hinaus als
ein frühes Abendessen nehmen.
Ein Nachtrundgang vorbei an
der Fassade der ehemaligen israelischen
Notendruckerei: durch das
belebte Viertel der Studenten und
Querdenker ... weder religiös noch
arabisch.
Über die Via Dolorosa –
ohne Kreuz und Kranz! – zur
Klagemauer. Von der vielleicht
ältesten Kirche der Stadt, der
Geburtskirche
zum drittwichtigsten
Heiligtum
der Moslems auf
dem Tempelberg, der Al Akhsa
Moschee.
Eine Delegation der israelischen
Grenzpolizei kennen lernen, deren
tägliches Geschäft die Ruhe ist.
Die Grabeskirche als gesellschaftliche
Ruine der Streitigkeiten
zwischen – je nach Zählart –
in etwa 70 konfessionellen Ausrichtungen
christlicher Religionen
– ohne Protestanten! Beim
anschließenden
Besuch von der
Terrrasse des gegenüberliegenden
Cafés nicht nur einen brilliantentspannten
Blick über die Altstadt
gewinnen, sondern auch
zu den auf dem Dach der Kirche
beheimateten Kopten.
Über den Machane Yehuda
Markt – auch einfach »Shuk«
genannt – schlendern und erforschen,
wo es das beste Halwa gibt.
Und echt kurdisch essen ...
Auf den Spuren des Gründers
Conrad Schick durch das Viertel
der Schwarzfrommen: Mea Schearim.
Die Gemeinschaft ultraorthodoxer
Juden lebt in ihrer eigenen
Welt – nach den Gesetzen von Tora
Studienreisen
und Talmud, mit Schläfenlocken,
Handy und Coca-Cola.
Zwischendrin am Damaskustor
palästinensiche Falaffel essen.
Auch Ariel Sharon lernte hier:
Besuch der Hebräischen Universität
Jerusalem auf dem Mount
Scopus. Und Begegnungen mit den
Professoren der 1903 von Boris
Schatz gegründeten Kunsthochschule
Bezalel. Sie gilt als Wiege
des hebräischen Nationalstils,
der jüdische, arabische und
europäische
Elemente vereint.
Einmal glatt-koscher Essen
mit Gefitte Fisch, dem Eintopf
Tscholent und natürlich ganz
deftig: Kischke mit Zimmes.
Mit dem hebräischen Autor
Chaim Be’er über seinen Blick
auf eine von strikten Regeln
dominierte Kultur diskutieren
und dabei den Meister »eines
wahren Wirbelsturm wechselnder
Erscheinungen« kennen lernen.
Be’er besitzt die Gabe, alles
ineinander zu verschlingen und
dabei die Details umso genauer zu
betrachten.
Ausflug zu den über Jahrhunderte
in Tonkrügen gelagerten
Schriftrollen in die Qumran-
Höhlen. Und weiter ans schrumpfende
Tote Meer, dem Schwebewasser
mit über 30 % Salzgehalt
zum Schlamm- und Schwefel-Bad
und/oder kaltem Mittagsimbiss.
Führung duch das weltweit
bedeutende Israel-Museum mit
dem Kurator für moderne israelische
Kunst Amitai Mendelsohn.
Ein libanesisches Essen im
Vorort En Kerem bei den aus dem
Süden geflohenen arabischen
Christen.
Besuch des Ölbergs mit dem
größten jüdischen Friedhof der
Welt. Gespräch mit den Initiatoren
des Projektes »Facebook der Toten«
In der Jüdischen National- und
Universitätsbibliothek nicht nur
alten hebräischen und arabischen
Handschriften nachgehen, sondern
auch Albert Einsteins Nachlass
unter die Lupe nehmen. Auf dem Weg nach Tel Aviv beim
monumental-umstrittenen Holocaust-
Mahnmal »Yad Vaschem« des
Architekten Moshe Safdie vorbei,
mit einem Innenarchitekten über
die Ausstellung diskutieren und
zum Mittagessen ins kleine italienische
Kloster Beit Gemal.
Tel Aviv – die zwei Seiten einer
Stadt: das weiße Viertel im Bauhaus-
und im Internationalen Stil
hier und Tel Avivs Altstadtviertel
Jaffa dort. Bei der Architekturführung
mit Nicky Davidoff vom
Architektur- und Stadtplanungsbüro
Major/First wird deutlich: Die
Einwohner der 5.500 Jahre alten
Stadt Jaffa schmunzeln über die
stolze Münchner 850-Jahr-Feier
und auch die 2.750 Jahre Yerewans
entlocken ihnen nur ein müdes
Lächeln.
Viele Künstler und Designer hat
es nach Neve Tzedek verschlagen,
dem alten, mittlerweile restaurierten,
sehr schmucken Schulviertel.
Hier findet sich neben
dem Suzanne Dalal Center mit der
Batsheva Dance Copmpany, modernen
Galerien auch Schmuck- und
Modeläden sowie trendige Cafés
und Restauarants.
Durch die Sheinkin Street für
zeitgenössische und die Dizengoff
Street für moderne Kunst
und Mode schlendern. Und dabei
nicht erschlagen werden von der
Internationale der gleichförmigen
Modelabels.
Die wechselvolle Geschichte
der Kunsthochschule Tel Avivs
kennen lernen, mit den Professoren
über ihren Weg der Integration
von visuellen und performativen
Künsten diskutieren.
Erst das Tel Aviver Museum of Art
mit seinem Sammlungsschwerpunkt
moderner israelischer Kunst
besuchen und dann in Bnei Braq,
dem Viertel der ultra-orthodoxen
Juden bemerken, dass es auch
für die Haredi einen Unterschied
macht, in Jerusalem oder Tel Aviv
zu leben.
Nach gusto Nightlife: in der Rothschild-
oder Lillinblum-Straße ...
oder gleich am Hafen. Hier auch,
oder ganz woanders, Silvester
feiern.
Natürlich das neue – von Ron
Arad entworfene – Design Museum
Holon besuchen und die Leiterin
Galit Gaon persönlich befragen.
Mit David Tartakover über seine
Plakate und Buchcover reden.
Gestalter verschiedener Generationen
kennen lernen wie Oded
Ezer und Zvi Rosenberg. Und sich
mit den beiden Industriedesignern
Shay Alkalay und Yael Mer über
den iF-Gold-Award für ihre lässige
Garderobenablage freuen.
Auf dem Hakarmel Markt beim
besten Gewürzhändler der Stadt
sich für die Heimreise eindecken,
bevor die letzte Nacht kurz wird,
weil der Flieger schon um 6:00 Uhr
abhebt.
Programmänderungen vorbehalten.
Die Studienreisen der tgm sind dicht
gepackt für Erfahrungshungrige.
Für die Begegnung mit anderen, entfernten
Wirklichkeiten. Um so einen
neuen Blick in die eigenen Möglichkeiten
zu gewinnen: Aus intensiver
Fortbewegung wird nachhaltige
Fortbildung ...
Dauer
Abflug: 27. Dezember 2010,
ab München 10.30 Uhr
Rückflug: Montag, 3. Januar 2011, ab
Tel Aviv 5.00 Uhr
(an München 8.10 Uhr)
Ort
Jerusalem und Tel Aviv
Gebühr
Teilnahmegebühr
(ohne Flugkosten)
Für tgm-Mitglieder:
1.210 Euro im Doppelzimmer
1.380 Euro im Einzelzimmer
Für Nichtmitglieder:
1.290 Euro im Doppelzimmer
1.460 Euro im Einzelzimmer
Flug
Direktflug mit Elal ab München
Hinflug: Montag,
27. Dezember 2010,
ab München 10.30 Uhr
(an Tel Aviv 15.15 Uhr)
Rückflug: Montag, 3. Januar 2011, ab
Tel Aviv 5.00 Uhr
(an München 8.10 Uhr)
Kosten: 338,00 Euro pro Person
Die Buchung des Fluges ist optional,
die An- und Abreise kann auch
selbständig organisiert werden. Bitte
beachten Sie jedoch, dass die Reise
nur bei mindestens 12 Anmeldungen
stattfinden kann.
Hotels
Austrian Hospice
Via Dolorosa 37
91194 Jerusalem
www.austrianhospice.com
Marina Hotel Tel Aviv
167 Hayarkon St.
Tel Aviv 61032
www.marina-telaviv.com
Leistungen
Die Teilnahmegebühr beinhaltet
sieben Übernachtungen inklusive
Frühstück, Transfers, Eintritte und
Führungen für das gemeinsame
Programm, sowie die Rücktrittsversicherung
Teilnehmer
Maximal 25 Teilnehmer
Anmeldung
Bitte melden Sie sich spätestens bis
zum 10. September 2010 verbindlich
an und teilen Sie uns mit, ob wir
die Flugbuchung mit übernehmen
sollen.
Anmeldung über unsere Internetseite
unter www.tgm-online.de oder
bei Regina Jeanson per Mail unter
jeanson@tgm-online.de,
Telefon (089) 714 73 33.
Bitte haben Sie Verständnis dafür,
dass wir bei einem Rücktritt nach
dem 15. Oktober 2010 die volle
Teilnahmegebühr und – sofern
gebucht – den vollen Flugpreis berechnen
müssen, bei einem Rücktritt
zwischen dem 11. September 2010
und dem 14. Oktober 2010 die halbe
Gebühr.
>> zur Anmeldung
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Weitere Reisen
Derzeit sind keine weiteren Reisen geplant.
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