von Catherine Avak und Thomas Schlierbach

Anfang November 2012 hat sich eine Reisegruppe von 17 Personen auf Spurensuche und Entdeckungsreise zu wichtigen Stationen der Typografie- und Designgeschichte in Dresden, Halle, Dessau und Leipzig gemacht. Anhand einiger Fotos möchten wir die einzelnen Stationen dieser schönen Reise beschreiben.

Hier hat jede Type ihre Geschichte …

Unser stets gut gelaunter Busfahrer Charly bringt uns zu unserer ersten Verabredung: Offizin Haag-Drugulin in Dresden.

 

Eckehart SchumacherGebler zeigt uns mit Leidenschaft und Begeisterung seine Schätze, hier ein Schriftmusterbuch mit »Non Latin Type Faces« aus dem 19. Jahrhundert.

 

Wir erhielten eine Exklusivführung durch die Produktionsstätten des Typostudios SchumacherGebler. Es war besonders spannend, die altehrwürdigen Druck- und Satzmaschinen in Aktion zu erleben.

 

Linda von Keyserlingk (Sachgebietsleiterin Schriftgut) führte die Reisegruppe durch das Dresdner Militärhistorische Museum, das vom Stararchitekten Daniel Libeskind 2011 erweitert wurde. Die Synthese aus Exponaten, Ausstellungskonzept und Architektur überzeugte sogar unsere eingefleischten Pazifisten. Am Ende der Führung haben sich Frau von Keyserlingk und der wissenschaftliche Leiter des Museums Gorch Pieken Zeit für eine ausgiebige Diskussion genommen.

 

 

Am ersten Abend machte die Gruppe eine Kneipentour durch die Neustadt und entdeckte unterwegs allerlei Typografisches.

 

Tag 2: Trüber Tag – aber die »Bauernromanik« von Hellerau (O-Ton Walter Gropius) bezauberte die Teilnehmer trotzdem. Wir lernten dabei auch einen Experten für Jakob Hegner (legendärer Hellerauer Buch- und Schriftgestalter) kennen.

 

Frau Prof. Sabine Golde führte uns durch die Werkstätten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein und zeigte uns einige Abschlussarbeiten der Studenten der Fachklasse Buchkunst.

 

Hier ein Kreisschneider in der Buchbinderwerkstatt von Burg Giebichenstein.

 

Auf dem Weg nach Dessau werfen wir einen Blick durch »Lyonel Feiningers geheimes Fenster« in Halle. Bei dieser Führung besuchen wir alle Orte, die der Bauhaus-Lehrer auf seinen elf Halle-Gemälden festgehalten hat.

 

Ankunft in der Ikone der Moderne! Wir übernachten im Atelierhaus im Bauhaus und sind begeistert von der Atmosphäre in den ehemaligen Studentenzimmern.

 

Während des zweitägigen Aufenthalts im Bauhaus ist die Marcel-Breuer-Lounge der Treffpunkt für Frühstück und Verschnaufpausen zwischen den unterschiedlichen Führungen.

 

Am letzten Tag kurz vor der Abreise aus Dessau macht der Himmel auf und entzückt alle Fotografen in der Gruppe.

 

Unsere letzte Station ist Leipzig, wo Prof. Rayan Abdullah uns in seiner Firma Markenbau freundlich mit orientalischen Köstlichkeiten empfängt. Er berichtet ausführlich von seiner Lehrtätigkeit und zeigt uns wunderbare Studentenarbeiten und ein paar eigene Projekte. Wir wären gern länger geblieben …

 

Bevor es nach Hause geht, steht noch der Besuch im Deutschen Buch- und Schriftmuseum Leipzig an: Ein interessanter Schnelldurchlauf durch die Mediengeschichte der Menschheit und ein kurzer aber spannender Blick in den Museumstresor, wo am Tag zuvor die Ausstellung Noten aufzeichnen – Klang speichern eröffnet wurde.

 

Fotos: Christoph Draxler, Bernd Köhler, Andrea Mogwitz, Thomas Schlierbach